das Seminarhotel Grafengut war anno dazumal die Residenz des kaiserlichen Gesandten und Forschers Eugen Freiherr von Ransonnet-Villez (1838 – 1926) und war unter dem Namen Villa Ransonnet, später dann als Priesterseminar bekannt.

Aus alter Familie mit Wurzeln in Frankreich und in den Niederlanden stammend, genoss der österreichische Freiherr jene Bildung, die ihn auf der Basis vielseitiger Begabung für Kunst, Wissenschaft und persönlicher Liebhaberei kombinierten „Beruf“ vorbereitete.

Besonders hervorzuheben ist aber sein Engagement für den Tourismus in Nußdorf. Er gründete den Verschönerungsverein und war Gründungsmitglied des Union Yacht Clubs Attersee. Ein Themenweg wurde nach ihm benannt und führt durch die Geschichte Nußdorfs.

 

geschichteKurzbiographie:

1870 heiratete E.v. Ransonnet Agathe von Geymüller (1849-1929), mit der er vier Töchter und einen Sohn hatte. Nach dem Tod seiner jüngsten Tochter Eugenie-Caronline am 12. Juni 1971 erlosch die Familie Ransonnet-Villez.

Die 1873 erbaute Villa Ransonnet vermachte sie bereits 1956 der Diözese Linz und welche von da Priestern und Theologie-Studenten als Erholungsheim diente.

Wegen zu geringer Auslastung des Betriebes sah man sich genötigt nach einer grundlegenden Neuorientierung. Gemeinsam mit einem Wirtschaftspartner wurde die Villa und das so genannte Bachhaus einer gründlichen Modernisierung unterzogen und so entstand das Seminarhotel Grafengut.

 

Seit 1956 ist die Villa im Besitz der Diözese Linz und diente bis 2001 als Priesterseminar.

2001/2002 Umbau der Villa, Neubau des Seminarhauses

2002 bis 2008 wurde das Hotel von der Betreiberfirma LaVera Image Partyservcie gepachtet und als Seminarhotel betrieben

Seit Oktober 2008 ist das Hotel von Mag. (FH) Krista Reimair gepachtet.

 

Quelle: Eugen von Ransonnet (1838-1926) Familien- und Lebensgeschichte des Künstlers und Forschers, Anton Roither, 2006;